Was kostet ein Haus?

Was kostet ein Haus? Was kostet ein Haus? - Bildquelle: H.D.Volz / pixelio.de

In Zeiten unsicherer Übernahmen von Vermietergesellschaften und deren Folgen, unter anderem ohne Heizung im Winter leben zu müssen, ziehen immer mehr Menschen den Bau eines Eigenheims in Betracht. Doch viele sind wegen der Baufinanzierung und Bauplanung verunsichert und überfordert. Natürlich ist es ratsam, mindestens ein Beratungsgespräch bei einer Bank seines Vertrauens zu vereinbaren, dennoch kann auch im Vorfeld eine eigene grobe Kostenplanung erstellt werden.

Ein grober Überblick

Wer ein eigenes Haus bauen möchte, sollte sich von Vornherein ein bisschen mehr Geld einplanen. Denn oft wird etwas vergessen oder durch eventuelle Veränderungen am Haus kommen plötzlich mehr Kosten auf den Bauherren zu. Es ist immer besser, Geld am Ende übrig zu haben als auf etwas Wesentliches verzichten zu müssen. Zusatzkosten fallen immer an, diese sind unter anderem Stromkosten, Abwasser, die Grundstückerschließung, Fernwärme vom Grundstück zur Straße und natürlich der Keller sowie der Boden selber. Insgesamt kostet das bereits zwischen 10000 Euro und 60000, je nachdem, wie die Lage des Hauses ist und für welches Material man sich entscheidet. Die Anschaffung eines Gartens muss ebenfalls mit eingeplant werden, denn jeder Quadratmeter kostet in der Regel um die 300 Euro.

Die Wohnfläche will gut durchdacht sein

Bereits bei der Planung muss fest stehen, wie groß die Wohnfläche sein soll. Je nachdem, ob es sich um ein Massivhaus, ein Holzhaus oder Steinhaus handelt, jeder bearbeitete Quadratmeter Wohnfläche kostet zwischen 2000 bis 6000 Euro. Wer sich mit weniger Quadratmetern Wohnfläche zufrieden gibt, etwa 100 statt 200 Quadratmetern, der kann bis zu 40000 Euro sparen. Daher vorher die wirklich nötige Nutzungsfläche kalkulieren und dann kostengünstig bauen.

Mauer und Keller: 2 wichtige Bestandteile

Wer nicht unbedingt viel Wert auf Energie sparen legt, kann ebenfalls viel sparen. Doch nur, weil man Geld sparen möchte, sollte auf den Punkt Energie nicht verzichtet werden. Wer zum Beispiel für nicht ausreichende Wärmedämmung sorgt, bekommt im Winter oft Probleme und kann beim Heizen nachzahlen. Gerade bei der Auswahl der Mauersteine braucht es gute Beratung. Hier lauern oft versteckte Kosten, denn einige Ziegel sind beim Kauf zwar billiger, dafür kosten sie bei der Verarbeitung das Doppelte. Die Verarbeitungskosten, auch bei der Fassaden, betragen hier zwischen 8000 Euro und 20000 Euro. Beim Kellerbau können ebenfalls bis zu 45000 Euro gespart werden, wenn er nur für das Wäschewaschen und die Öl- oder Heizungsversorgung benötigt wird. Als Fundament ist ein Keller zwar nötig, doch wer ihn nicht braucht, muss eine Bodenplatte dafür kaufen. Diese kostet je nach Größe 10000 Euro bis 20000 Euro. Ein Keller ist da mit Kosten von 25000 Euro bis 80000 Euro schon wesentlich teurer. Wobei die Möglichkeit der Unterbringung von Hausrat und der Nutzung als Wäschekeller nicht zu verachten ist.

Nebenkosten

Wenngleich die Kosten für Türen und Fenster gegenüber dem Fundament und der Wohnfläche sehr gering sind, sollte ihnen auch Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es muss beachtet werden, ob auf Sicherheit Wert gelegt wird, die Verglasung der Scheiben und ob die Haustür schlicht oder mit Extras versehen sein soll.

Ein Vergleich der Baufinanzierer ist übrigens immer empfehlenswert. Die Kosten variieren zum Teil erheblich sowie die angebotenen Leistungen. Ein massives Haus kostet inzwischen nicht mehr soviel wie damals und ist meist auf gleichem Preisniveau wie ein Fertighaus.